2011 steht der Name TRICKY LOBSTERS nach 15 Jahren immer noch wie ein Fels in der Brandung, wenn es um Rock in seiner Urform geht. Laut, dreckig, emotional, melodisch und kantig bis unters Dach. Fast 100 Jahre Bühnenerfahrung bringen die TRICKY LOBSTERS zusammen und die kippen sie dem überraschten Zuhörer ohne mit der Wimper zu zucken in den auditiven Vorgarten.

Es könnte bei den Jungs ein anstrengendes und zeitraubendes Unterfangen werden, ihre musikalischen Einflüsse auseinander zu klamüsern; Zu vielfältig die Rockstrahlung, der sie über die Jahre ausgesetzt waren. Die Lobsters vermengen die Rockmusik der glorreichen 70er mit Punkrock und Blues, addieren die Filetstückchen der 80er und 90er, säbeln dem Ganzen die Hackenschuhe, Fönfrisuren und sonstigen Firlefanz ab und legen alles richtig schön tief. Und zwar auf glühende Kohlen. Ihr Riffing für Fortgeschrittene, gepaart mit gnadenlos nach vorn walzendem Groove und verziert mit feinsten Melodien, findet sich in bester Gesellschaft mit den großen Namen des Rock – Biz und da gehört es auch hin. Bestens nachzuvollziehen ist dies auf ihrem jüngsten Album BLACK SONGS. Es faucht, spuckt und beißt und presst sich gegen deine Eingeweide. Es schnappt sich dein Herz und drückt zu. Es schiebt dir die Finger in die Nase und reißt deinen Kopf auf den Tisch – und nebenbei krault es dir deine Wollbälle. Dieses Album ist ein Ereignis.

So knorrig wie ihre Musik ist auch das Ensemble selbst. Dr.Rawhead, Staff Sarge Grauper, Cpt.Peters und Thunder Doering bilden zusammen ein deutliches MEHR als die Summe ihrer einzelnen Individuen – und sie sind (wie fast alle Dampframmen) völlig ungeeignet für Casting Shows.