Studioreport
Gütersloh,
Claus-Grabke-Studios
Tag Vier, 18.April 2009
Letzte Übernachtung in Bilefield, ExtraDank noch mal an Mario und Simon (der ausquartiert wurde, damit die Lobströsen ihre Häupter zu Ruhe betten konnten), no breakfast this time, und schon sind wir allwedder Güterslowbound.

Gestern haben wir schon ein paar Gitarren aufgenommen, heute sollen also noch
ein paar dazu kommen. Unmöglich sich für ein Amp-Setup zu entscheiden,
zu viele Schätzchen stehen hier, also entscheidet Claus! Das heutige
besteht aus einem 100 Watt Silver Jubilee Marshall und einem Marshall JMP
mit den passenden Boxen. Gestern war noch ein PARK dabei. Allein der pure
Ampsound treibt mir Tränen der Freude in die Osmoglotzen, und als noch
diverse 70er Fuzz – Boxen, Wah - Wah’s und Delays dazu kommen,
hat Güdderslow Anrecht auf einen Platz in der Liste der schönsten
Strände in der Gegend.



Kapptain Jupp Pedders nickt, lächelt, zeigt die Pommesgabel und ermutigt
mich ein ums andere Mal, gitarristisch zu brillieren und auch Claus tut da
seinige, um den Red-Button-Mode erst gar nicht aufkommen zu lassen. Zügig
marschiert der Sarge durch noch zwei Songs, und nach Erholungsausflug in Richtung
Marienfelder Eisdiele, Gerede und Gefumpe ist es Zeit, die Hühner zu
satteln und sich auf den Long Way Home zu machen.
Gesägt, getutet, und nach gefühlt 3 Stunden dauernden 4 ½
h Arrival in HRO, wo Rawhead schon wie auf Koohln sitzt, um Ergebnisse zu
hören und auch noch mal’n Deathmoulder Bumpelmalz zu probieren,
von denen wir in weiser Voraussicht noch ein paar eingepackt haben.
Gerede, Gerede, Gehöre, Gefreue…., Getrinke!
Wird fortgesetzt!
Staff
Sarge Grauper und Käpp’n Peters
Tag Drei, 17.April 2009
8.30, allgemeines Erwachen, was heute morgen allerdings von
mittelschweren Kopfschmerzen (Käpp’n) und Schnupfensymptomen (meself)
begleitet wird. 2-30 Aspirin und ’ne Flasche Deathmolder Country Ale
lindern die schlimmsten Beschwerden. Wir verabschieden uns von Val und Ina
(Danke, Danke, Danke!) und verlassen Biesepiel in Richtung Güdderslowend.
Noch Drums für vier Songs, der Käpp’n schüttelt sowat
ja normalerweise aus’m Fußgelenk, findet aber erstmal nicht das
Loch aus dem es rauskommen soll. So kommt nach kurzer Planungs- und Kaffeepause
auch die nächste Nummer zu späten BPM Ehren und wird einfach schneller
aufgenommen, als geplant. Nummer Zwei ist dann standesgemäß ein
„First Take“. Punkt 1Uhr geht’s zu Grabkes nach Hause zum
Spargelmitkartoffelnundspiegelei- Essen. Da gutes Essen gut verdaut sein will,
entschließen wir uns eine zünftige Mittagspause zu machen und nebenbei
das Geschäftliche zu regeln, wobei wir auch den Entschluss fassen, der
eigentlich schon gestern fest stand – wir bleiben hier und nutzen die
nächsten 1,5 Tage und nehmen erste Gitarrenspuren auf. Der Käppt’n
baut seinen Scheiss ab und macht Platz für die altehrwürdigsten
Gitarrenverstärker…
Tag Zwei, 16.April 2009
Während Admiral Jörgenssonsson nobelst die Nacht auf zwei herrschaftlichen
Betten zu ruhen geruhte, lagerte der von mir am Tage benutze Körper auf
einer sehr bequemen Ledercouch in Valeras Arbeitszimmer in netter Gesellschaft
von einigen bildschönen……GITARREN! Besagte
Ledercouch wäre allerdings selbst einem Pygmäen mit abben Beinen
zu kurz gewesen, aber das war nicht die Schuld des Gastgebers, das hatte ich
mir so ausgesucht. Schließlich muss der Käpp’n ja seinen
Schlaf bekommen, er muss trommeln, nich ich nich. Und da ich dafür bekannt
bin, urplötzlich nachts aufzuspringen und lauthals italienische Arien
zu schmettern oder Vorträge über Quantenmechanik zu halten, entschloss
ich mich, auch mal ‘n Pygmäe mit ohne Quanten zu sein. Nichtsdestotrotz
begann der heutige Tag auch ohne mich zu fragen, aber mit harter Dusche und
Cafe de Hell sah alles auch schon viel sonnenlastiger aus.
Vielen Dank an Valera und seine Freundin Ina, die die Lobsters mit eiserner
Miene ertragen und uns auch für die nächste Nacht noch Obdach anbieten.
Auf nach Güdderslow, die Kriegstrommeln rufen!
Vier
Songs sind ja schon im Kasten, der die Welt bedeutet, aber das heißt
immer noch eight to go. Claus verschläft ein wenig, was uns in den Genuss
einer Extra – Portion Sonne mit Warten bringt. Fasane gibt’s hier
wie Junkies in Hamburch und unterbewüsstlich hegen Käpp’n
und ich den Wunsch, dieselben (Fasane) zu greifen und zu grillen, was uns
allerdings doll Ärger mit ein paar Vegetariern aus der näheren Umgebung
einbringen würde, und so entscheide ich, Teile von vorgetöteten
Schweinen im örtlichen Vorgetötete - Schweine -Laden zu kaufen und
über Holzkohlenfeuer auf althergebrachte Weise verkohlen zu lassen. Wird
dann später auch so passieren, aber erstmal kommt Claus. An die Arbeit!
Kreativität sprüht heute förmlich aus jedem A..stloch und einige
Songs bekommen so auf einmal ein ganz neues Gesicht. Der Kapptain ist in Höchstform,
und so langsam beschleicht mich das Gefühl, das wir wohl besser gleich
alles hier aufgenommen hätten.
Aber was nicht ist kann ja noch.., mal schauen.


Kurze Pause, die ich mit Amp - und Tretminentesterei verbringe, was zwanghafter
Masturbation gleichkommt. Käpp’n arbeitet an Videogruß, um
den Rest der Lobstranten zum Heulen zu bringen. Claus kommt wieder zu spät,
so das erst gegen 18.00 Uhr Bergfest ist, sechs Songs im Sack!
Mein Körper macht sich auf den Weg, um totes Fleisch zu kaufen, dass
dann wie gesagt versengt und vertilgt werden soll. Claus ist Vegetarier, also
noch ein paar Sojawürstschen besorgen. Gibt’s aber irgendwie nicht.
Im Supermarkt kucken mich auf die Frage nach Tofupimmeln alle an, als ob ich
aus Rostock wäre, und auch im näxten Kaufmannsladen schickt man
mich von Bethlehem nach Mogadischu. Fehlanzeige!
Essen, Trinken, Gerede, ganz nebenbei erfährt man, dass Claus 25maliger
Europameister im Skaten war und auch sonst schon mit Göttern Ambrosia
geteilt hat. Wusste ich echt nicht! Dann weitermachen. Voller Vorfreude auf
den unverdienten Feierabend sitzt der Sarge inner Sonne, lutscht am eisgekühlten
Erdbeerschnaps, kann kaum noch „Kwizathugner“ sagen UND - da erwischt
es mich tatsächlich noch. „Hate You“, der etwas andere Lovesong,
wehrt sich vehement gegen das ihm aufgezwungene Tempo, will schneller gespielt
werden, und so muss ich doch noch mal mit ran, weil die vorher im Hospiz eingespielten
Klampfen ja nu so richtich nutzlos sind. Hmmpffrrrz, wie war dat getz gleich
noch ma? Klampfe raus, in den POD gestöpselt, und live mit HansGörg
mit gespielt, nicht ganz einfach ohne Rawhead’s Donnerbrett neben mir.Trotzdem
klappt alles, Claus lacht, nickt, macht Witze über unseren Namen, wirkt
sympathisch (isser auch). WiederholteHierMehrAufnehmenWollenGefühlsbeschleichung.
Ein langer Arbeitstag ( für Kommandant Jerk Jerkson ) neigt sich dem
Ende entgegen, wir hören die Songs noch mal durch und machen los in Richtung
Buhlehausen.
7DA hatten heute noch einen Gig im Falkendom, bekannt für sein beschissenes
Catering während der Abandon Roadshow 2007 (Spaghetti mit Ganzen Rüben),
ein Becks vor Ort, Valera einsammeln, ab gen Schlafenmüsssennlskdäpskvm
…….. Morgen Meer!
Staff
Sarge KeinVegetarierSeier
Tag Eins, 15.April 2009
Kaum
wartet man 2 Jahre, schon isses wieder Zeit für ’ne neue Scheibe,
und dieses Mal beginnen wir mit den Recording – Sessions im schönen
Gütersloh, Nähe Gütershigh, nördliche Halbkugel, in den
Claus - Grabke – Studios. Der Weg von Rostock nach Gooderslow wird nur
kurz unterbrochen, um bei unseren Labelmates von 7 Days Awake ein Blickchen
in den Proberaum, ein Bierchen und ein Nickerchen in der GesangsundBass –
WG zu wagen. Frühstück mit Bio – Kaffee, Bratwurst (kein Scheiß!)
und ABFAHRT!
Danke noch mal, Jungs!Diesmal müssen wir nicht über Hillegossen,
Asemissen, Muschyläckn und Ubbedissen fahren, deshalb sind wir auch schneller,
weil der Käpp’n nicht immer wegen Lachanfällen anhalten muss.
Wer auch immer diese Ortsteile benannt hat, wollte der Gegend eindeutig eins
auswischen. Aber was wissen wir schon!
Drums stehen auf dem Programm, der Käpp’n ist schon ganz hibbelig. Ich weniger, aber ich muss ja auch nicht spielen. Meine Aufgabe beschränkt sich während der näxten 3-4 Tage wahrscheinlich eher auf ohne Führerschein Einkaufen fahren, Rauchen, und Unterstützungstrinken. Und weil wir hier nur Schlachtzeuch aufnehmen, widmet sich derRest der Lobströsen anderen wichtigen Aufgaben. Rajer regiert OotheDoom und Dr. Rawhead hütet Rostock, damit da auch ja nix kaputt geht bis zu unserer Rückkehr.
Eintreffen 10.00 Uhr, Shakehands, Gerede, Kaffee, Studio kuckn (freu!), reinräum, aufbau, Pizza mit Claus seiner (sehr netten ) Frau und zwei kleinen bis sehr kurzen und schwarz-weißen Hunden namens Sally und Shiva. Mehr Gerede und Soundcheck.


Ex – Thumb – Sänger- Gitarrist –Produzent – Hunde – Katzen – und - Studiobesitzer Claus hat sich hier sein eigenes Eldorado aufgebaut und jeder Musiker müsste eigentlich beim Besuch dieser Heiligen Hallen auf Grund des schieren Equipment – Überflusses alle 2-3 Minuten einen mittleren Herzkasper erleiden. Im Falle von Doc Rawhead könnte sogar von sofortigem Aussetzen aller lebenswichtigen Funktionen ausgegangen werden, denn was hier an Gitarren und Amp - Schätzchen steht, sieht man so nicht jeden Tag.


Käpp’n nickt, freut sich, spielt, und ich tipp mir hier einen, versüße mir den Tag mit einer lokalen Spezialität ( Detmolder Landbier Dunkel, mmh, lägger!) und versuche nicht im Weg zu liegen. Obwohl wir hier weit vom Ostseestrand sind, sieht die Gegend ums Studio doch sehr heimatlich aus. Wirklich, ham se schön fein fertich gemacht hier so mit dem blauen Himmel und den Bäumen, echt fein.

Commodore Peter Jörgx klotzt gut ran und ehe ich meinen Kasten Dumpmulder
Leckervötz aus hab', sind vier Songs im Kasten.


Mittlerweile sind noch 2/3 von The Picturebooks eingetroffen, nette Jungs
mit großer Zukunft und man verabredet, am morgigen Tag zusammenzusitzen
und zu trinken. Claus fährt nach Haus und wir in Richtung Bilefield,
um bei 7DaysAwake - Gitarrengott Uwe Valera Mayer ihm seinen Rotweinbestand
zu plündern, Gitarren zu kuckn und das hier zu schreiben. Rajer
ruft an, um Bescheid zu sagen und ich weiss jetz’ auch nich’ mehr…
Morgen geht dat Gepolter weiter, steh tjuhnt!
Staff Sarge Rüpelheinz