Thunder Dörings Stuff

 

Guten Tag Allen, die ein (und sei es ein noch so klitzekleines) Interesse am Bassstuff des Thunder D. haben.

Es begab sich zu einer Zeit, in der sogar der Staff Sergeant noch ein kleiner Rekrut war, da wollte mir das Semi-Amateurhafte Gitarrenspiel nicht mehr so leicht von der Hand gehen (ihr wisst schon, sechs Seiten sind eben mal sechs Seiten und nicht vier oder gar nur zwei?.......). Da diese Tatsache nicht nur mir, sondern auch Angehörigen meiner damaligen Musikgruppe in die Ohren stach, wurde ich zum Bassmann "befördert", was mir im Laufe der Jahre viele schöne Stunden an meinen Instrumenten, aber auch ein bisschen Spott in Form von niemals versiegenden Basserwitzen bescherte.

Bis auf ein paar kleinere Anschaffungen in den nächsten Jahren, wie z.B.: einen Thunderbird IV (der durch seinen massiven donnerartigen Bassdruck besticht) und ein zweites Ampeq Stack (zuviel reicht ja bekanntlich immer) bin ich doch recht zufrieden mit dem, was ich so mein Eigen nenne.

So nun mal endlich zu den Fakten:

Die beiden Dinger mit den vier Seiten

Ein Fender Mexican Jazz Bass dient mir seit ein paar Jährchen als Lieblingsspielzeug. Sein “Arktic White“ lackierter Erlenbody hat eine für mich sehr augenschmeichelnde Form, die ich mit einem dunkelrotbraunem Pickguard verziert habe und zu einem Aussehen verholfen habe, meine Herren. Der Ahornhals mit Palisander Griffbrett hat 20 Bünde, von denen ich bei weitem auf keinen verzichten kann. (864mm) Die beiden Standart Single Coil Jazz Pickups machen Einen schön bassig in der Birne und in Verbindung mit den Tretmienen und dem Amp zu einer echten Donnerkeule.

Als zweiten Bass bespiele ich einen Fender American Precision Bass. Figurlich ist dieses Instrument für mich auch oberste Liga, gerade weil ich seinem hellblauen Naturell ein White Pearl Pickguard hinzugefügt habe, welches ihm einen sexy Discocharme verleiht, und mir einst den Beinamen Discobassist verpasste, ohhyeahhh. Allerdings ist er soundtechnisch nicht mehr so ganz mein Fall, was nicht heißen soll, dass es ein schlechtes Instrument ist, ganz im Gegenteil. Der American Precision Split Single Coil klingt bei weitem dünner als ich es jemals wieder hören möchte. Ich werde mich wohl in der nächsten Zeit noch einmal intensiv mit ihm beschäftigen tun, damit er seinem Ersatzbassdasein nicht ewig fristen muß.


Amp & Box

Mein ganzer Stolz ist ein '87er Ampeq SVT. Durch Zufall stieß mein sehr geschätzter und dem Donnerhall nicht abgeneigter Freund und Kollege Dr. Rawhead im Internet auf ein schier unglaubliches Angebot, welches ich natürlich sofort in Augenschein nahm, für unwiderstehlich befand und annahm.

Ein Ampeg SVT 1987 Limited Edition samt 8x10“ Box für **** . nein ich kann es nicht sagen - es wäre unverschämt euch gegenüber und das Letzte, was ich will, ist Neid schüren. Ach so, es wurden übrigens nur 500 Stück dieser Serie gebaut und ich besitze Nr. 319. Um diese exclusive Serie ranken sich die Mythen. dabei muss man nur mal auf die offizielle Ampeg Homepage gehen und nachlesen. Tatsächlich war Ampeg Mitte der 80er Jahre insolvent und Die Firma St.Louis Music erwarb den Grossteil der Firmenanteile. Die damalige Firmenpolitik von SLM zielte mehr in Richtung Transistortechnik. Auf Drängen vieler namhafter Musiker wurden 1987 noch einmal 500 Stück der legendären SVT Amps im Design und mit der Original Schaltung der 60er Jahre gebaut. Einziger Unterschied ist das schwarz lackierte Bedienpanel. Naja und ich hab halt einen davon. Und wer einen hat, gibt ihn auch nicht wieder her. Im Internet tauchen von Zeit zu Zeit noch ein/zwei Exemplare auf. Viel Spaß beim Mitbieten! Der Amp war nach dem Kauf zur Grundrevision bei Amp Guru Thomas Buchallik in Kiel. Dieser junge Mann halt goldene Hände, was alte Verstärker betrifft und ist nur zu empfehlen.

Zum Amp und zur Box braucht man eigentlich nicht viel mehr sagen als „Einschalten, laut machen und Spaß haben, nächsten Tag zum Arzt gehen, Spritze geben lassen gegen Schädelbruch wegen Donnerhall nicht abkönnen………! 250 Euro fürn Satz neue Endröhren sollte man sich auch schonmal beiseite legen.

**** Es waren übrigens 1500 € !!!!!!!!

Tretmienen

So’n kleiner Haken war an der Sache mit dem Ampeq dann doch. Er hat keine Gain Regelung, welche bei meiner Soundvorstellung schon von Nöten gewesen wäre. In den letzten Jahren habe ich also immer wieder, mehr oder weniger erfolgreich, Gitarren-/Bass-Verzerrer ausgetestet, von denen ein bis zwei so gingen (Metalzone), andere wiederum brachten mich zum weinen, oder dazu, den Verstand zu verlieren und sofort die nächste Tankstelle leer zu trinken, aber zufrieden war ich trotzdem nie.

Und dann kam er. EBS Valve Drive - ein Röhrenverzerrer, der warme, sanft knurrende Röhrensounds bietet aber auch unverfälschte harte Röhrendistortion. Er entwickelt so einen Superdruck im Bassbereich, dass es einem die Locken gerade weht. Allen Bassern, die beim Einschalten eines Verzerrers den Verlust ihrer angestammten Frequenz ertragen müssen, möchte ich dieses kleine Wunderwerk der Technik empfehlen. Seit ich dieses Teil bei mir beherberge, gehe ich sogar lachend zum Zahnarzt.

Um meine im Universum einzigartige Anschlagtechnik in den Griff zu bekommen, benutze ich noch einen EBS Multi-Band Compressor. Auch mit dem Teil ist man dermaßen was von auf der sicheren Seite, dass einem tonal so richtig warm ums Herz wird.

Mein Fender Tuner hat mir, was den Probebetrieb betrifft, immer ganz gute Dienste erwiesen. Hat sich aber auf der Bühne, dank der tiefen C-Stimmung, nicht mit Ruhm bekleckert und bekommt deshalb auch keinen Lorbeerkranz umgehängt, sondern einfach Nichts. Tja, das hat er nun davon und wird demnächst gegen einen BOSS Tu 2 Chromatic Tuner ausgetauscht

So, die Herrschaften, ich hoffe, es ward Licht im sowieso schon hell erleuchteten Tunnel der Weisheit. Falls doch noch Fragen offen sein sollten, wendet euch vertrauensvoll an euren

Thunder D.